Ein großflächiger Stromausfall, eine Naturkatastrophe oder eine andere Krisensituation kann dazu führen, dass Mobilfunk, Festnetz und Internet nicht mehr funktionieren. Dann können unter Umständen auch Notrufe über 110 und 112 nicht wie gewohnt abgesetzt werden.
Für solche Situationen gibt es Notfall-Infopunkte. Hier erfahren Sie, wo Sie in Nusse wichtige Informationen erhalten und wie die Anlaufstellen im Amtsgebiet helfen sollen.
Im Gemeindegebiet Nusse ist das Feuerwehrgerätehaus als Notfall-Infopunkt vorgesehen. Ergänzend sind für das Amtsgebiet zwei Anlaufstellen vorgesehen. Die Aufgaben unterscheiden sich:
Der Notfall-Infopunkt ist die zentrale Stelle, an der Menschen in einer Krisenlage verlässliche Informationen und grundlegende Unterstützung erhalten können – insbesondere, wenn Telefon- und Mobilfunknetze ausgefallen sind.
Was Sie dort erwarten können:
gesicherte Informationen zur aktuellen Lage
die Möglichkeit, in lebensbedrohlichen Notfällen einen Notruf abzusetzen
Erste-Hilfe-Material
Hinweise auf weitere Hilfsangebote, soweit diese in der konkreten Lage verfügbar sind
Amtsgebiet Sandesneben-Nusse
Anlaufstelle Grundschule Nusse
Grundschule Nusse Poggenseer Straße 11, 23896 Nusse
Die Grundschule Nusse ist als eine von zwei amtsweiten Anlaufstellen vorgesehen. Sie soll den Menschen im Amtsgebiet ergänzend zum Notfall-Infopunkt Orientierung und einen örtlichen Anlaufpunkt bieten.
Welche Unterstützung dort im Einzelnen angeboten wird, hängt von der Krisenlage und der Aktivierung durch die zuständigen Stellen ab.
Die genaue Besucherführung und gegebenenfalls weitere Informationen werden im Ereignisfall bekanntgegeben.
Amtsgebiet Sandesneben-Nusse
Anlaufstelle Schule Sandesneben
Schule Sandesneben
Die Schule in Sandesneben ist die zweite vorgesehene amtsweite Anlaufstelle. Sie ergänzt das örtliche Netz der Notfall-Infopunkte und soll in einer größeren Krisensituation als Anlaufpunkt für Menschen aus dem Amtsgebiet dienen.
Welche konkreten Hilfs- und Betreuungsangebote bereitstehen, richtet sich nach der jeweiligen Lage und den verfügbaren Einsatzkräften und Ressourcen.
Die Anlaufstelle ersetzt nicht den Notruf und ist keine reguläre Notaufnahme oder Rettungswache.
Gut zu wissen
Notfall-Infopunkt oder Anlaufstelle?
Notfall-Infopunkt: Hier stehen die Notrufmöglichkeit in lebensbedrohlichen Fällen und gesicherte Lageinformationen im Mittelpunkt.
Anlaufstelle: Ein ergänzender örtlicher Treff- und Orientierungspunkt. Dort können – wenn vorgesehen und eingerichtet – weitere Unterstützungs- oder Betreuungsangebote organisiert werden.
Die Bezeichnung allein bedeutet nicht, dass an jedem Standort automatisch Strom, Trinkwasser, Lebensmittel, Unterkunft oder medizinische Versorgung verfügbar sind.
Bitte beachten: Die Standorte werden in einer konkreten Krisenlage entsprechend der Lage und den verfügbaren Ressourcen betrieben. Gehen Sie nur dann zu einer Einrichtung, wenn der Weg sicher ist, und beachten Sie aktuelle Durchsagen und Warnmeldungen.
So verhalten Sie sich
Was mache ich im Ernstfall?
Ruhe bewahren und informieren
Prüfen Sie, ob es sich um eine örtliche Störung handelt. Achten Sie auf Warnungen, Rundfunkdurchsagen und offizielle Informationen, solange diese erreichbar sind.
Notruf prüfen
Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie 112, bei einem Polizeinotfall 110. Funktioniert das Telefonnetz nicht, gehen Sie – wenn gefahrlos möglich – zum Notfall-Infopunkt.
Nachbarschaft unterstützen
Schauen Sie nach Möglichkeit nach älteren, alleinlebenden oder hilfebedürftigen Nachbarinnen und Nachbarn. Begeben Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr.
Vorsorge beginnt zu Hause
Bereiten Sie sich vor
Bei größeren Schadenslagen können die Einsatzkräfte nicht überall gleichzeitig helfen. Ein eigener Vorrat und einfache Vorbereitungen machen es leichter, die ersten Tage zu überbrücken.
Trinkwasser, haltbare Lebensmittel und notwendige Medikamente bevorraten – möglichst für zehn Tage, mindestens für drei Tage.
Taschenlampe, Batterien, geladene Powerbank und ein batteriebetriebenes Radio bereithalten.
Wichtige Telefonnummern und Adressen auch auf Papier notieren.
An Haustiere denken und Futter sowie notwendige Verbrauchsmaterialien einplanen.
Vorab überlegen, welche Nachbarn oder Angehörigen im Notfall Unterstützung benötigen könnten.
KommKlar SH – Krisenvorsorge in Schleswig-Holstein
Die Informationskampagne des Landes Schleswig-Holstein bietet Hinweise, wie Sie sich auf Krisen vorbereiten und Ihre Versorgung möglichst eigenständig sicherstellen können.
BBK-Ratgeber: „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“
Der Ratgeber des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erklärt konkrete Schritte zur persönlichen Notfallvorsorge und enthält praktische Empfehlungen.
Behörden nutzen je nach Lage verschiedene Warnwege, zum Beispiel Warn-Apps, Rundfunkdurchsagen oder Sirenen. Installieren Sie nach Möglichkeit die Warn-App NINA und halten Sie Ihr Mobiltelefon geladen. Bei einem länger andauernden Stromausfall können digitale Warnwege allerdings eingeschränkt sein.
Merken Sie sich den Standort: Notfall-Infopunkt Nusse – Feuerwehrgerätehaus, Kurzenlandskoppel 2. Informieren Sie sich vorsorglich, wo sich die nächstgelegene Anlaufstelle befindet. Im Notfall zählen verlässliche Informationen, besonnenes Handeln und gegenseitige Rücksichtnahme.